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Pressemitteilung

Wer hat Sigmund Freud in Hamburg den Kopf verdreht?

Schüler entdecken mit dem Geschichtomat das jüdische Hamburg

Nach dem erfolgreichen Start Anfang des Jahres geht das deutschlandweit einzigartige Geschichts- und Kulturvermittlungsangebot Geschichtomat in die zweite Runde. Dieses Mal sind die Stadtteilschule Winterhude und die Gyula Trebitsch Schule Tonndorf dabei. Am 21. Oktober starten die Schülerinnen und Schüler der 8.-10. Klassen mit ihren Recherchen.

Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen, die Jugendlichen bei ihren Recherchen zu begleiten. Weitere Informationen über das Projekt sind unter www.geschichtomat.de zu finden.

Am 23. Oktober um 10 Uhr wird der Zeitzeuge Klaus Schuldt über Pastor Bernhard Bothmann berichten, der in der NS-Zeit aufgrund seiner jüdischen Ehefrau aus dem Amt vertrieben wurde und erst nach dem Krieg wieder für die Gemeinde tätig wurde. Klaus Schuldt wurde von Pastor Bothmann selbst konfirmiert und wird den Schülern der Gyula Trebitsch Schule Tonndorf über dessen Leben berichten.

Am 4. November um 14 Uhr wird der Experte für die Hamburger jüdischen Friedhöfe Michael Studemund-Halévy die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Winterhude bei ihrer Spurensuche über den die jüdischen Friedhof Ohlsdorf begleiten und ihre Fragen zur jüdischen Bestattungskultur beantworten.

Warum sind Blumen auf einem jüdischen Friedhof ungewöhnlich? Was hat die Liebesgeschichte von Sigmund Freud und Martha Bernays mit Wandsbek zu tun? Warum steht ein Güterwagen vor der Schule in der Meerweinstraße? Antworten auf diese und andere Fragen werden die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschulen aus Winterhude und Tonndorf suchen. Ausgestattet mit iPads, Foto- und Videokamera werden sich die Teilnehmer mit jüdischem Leben in ihrem Stadtteil beschäftigen, Interviews mit Zeitzeugen oder Experten führen, Archive und Museen besuchen und die Ergebnisse ihrer Recherchen selbst auf der Website www.geschichtomat.de hochladen. Hier wächst mit ihren Beiträgen der digitale Stadtplan zum jüdischen Hamburg aus der Sicht von Jugendlichen. Unterstützt werden die Schüler durch ein Team aus Kulturvermittlern und Medienpädagogen, die ihnen bei den Recherchen sowie beim Produzieren und Bearbeiten von Film- und Bildmaterial helfen.

Ermöglicht wird die Fortführung des Projekts durch die Reinhard Frank Stiftung und das Eduard-Duckesz-Fellowship sowie die BürgerStiftung Hamburg. Weitere Unterstützung erhält es durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulbildung (LI Hamburg). Der Geschichtomat ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) und des ateliers für gesellschaftsgestaltung.

 Kontakt

Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Dr. Stephanie Kowitz-Harms

Projektbüro Geschichtomat

Beim Schlump 83

20144 Hamburg

Tel.: 040/428 38 29 35

E-Mail: geschichtomat@pulic.uni-hamburg.de