Gedenkveranstaltung für Hella Beer

Goethe-Schule Harburg gedenkt ehemaliger Schülerin

Im Februar diesen Jahres hatten Schülerinnen und Schüler der Goethe-Schule im Rahmen unseres Projektes die Biografien der Harburger Familie Beer erforscht. Tochter Hella besuchte als Jugendliche die Mädchenschule, in deren Gebäude sich die heutige Goethe-Schule befindet.


"Hella Beer wurde am 16. September 1923 in Harburg geboren. Sie wohnte inder Lindenstraße 48, der heutigen Julius-Ludowieg-Straße 48, gleich nebendem Möbelhaus Stapelfeld, das ihre Eltern Robert (*24.12.1894) und SalkaBeer, geb. Stapelfeld, (*10.11.1897) führten.Mit zehn Jahren wechselte Hella Beer von der Volksschule auf die HarburgerMittelschule für Mädchen in der Eißendorfer Straße 26. Das Geschäft derFamilie wurde in der Reichspogromnacht 1938 verwüstet. Durch den Kriegsbeginnim Jahr 1939 zerschlug sich der Plan der Familie, nach Amerika zuemigrieren.Die Familienmitglieder flohen stattdessen getrennt nach Belgien, wo sie vonden Nationalsozialisten am 3. Februar 1943 im Sammellager Mechelen interniertund am 19. April 1943 nach Auschwitz deportiert wurden. Dort wurdensie kurze Zeit später ermordet."

Am 7. November fand nun eine Gedenkveranstaltung und Einweihung eines Stolpersteins für Hella Beer statt. Gemeinsam mit der Initiative Gedenken in Harburg planten und erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler diese Veranstaltung.