Der Geschichtomat nimmt Form an

Fast ein Jahr ist vergangen und in der Zeit ist das Konzept zu Geschichtomat gereift. Viele Gespräche wurden geführt, mit der Kulturbehörde, der Schulbehörde, mit vielen Unternehmen und Stiftungen. Zuerst sah es so aus als käme das Projekt nicht zu Stande. So dauerte alles viel länger und die Erfahrung zeigt, dass es für kulturelle Bildung besonders schwierig ist Unterstützer zu gewinnen. Zu schwer ist zu erklären, dass es nicht um ein vorhersehbares Ergebnis oder ein Produkt geht. Es geht vielmehr darum sich einerseits in den Prozess zu begeben etwas völlig Neues zu schaffen und andererseits eben genau diese offene Situation auch innerhalb des Projektes zu ermöglichen. Schwierig war es auch Kulturvermittler für jüdische Geschichte zu finden, die gleichermaßen an Jungen Menschen und Medien interessiert sind.

Was genau ist Geschichtomat? Es ist ein partizipatives Geschichtsvermittlungsprojekt mit Schülern zu jüdischem Leben in Hamburg. Die Schüler erkunden die lokale Geschichte im Umkreis ihrer Schule. Sie stellen eigene Fragen an das Thema. Was bedeuten all die Leerstellen im heutigen Stadtbild? Wie war das früher, als hier noch eine Synagoge stand? Was genau machte man dort? Wie sah diese Straße hier aus und was hat sich im Vergleich zu heute geändert? Sie führen Interviews, erstellen kurze Texte, fotografieren, filmen und produzieren Videos. Sie bereiten Inhalte mediengerecht auf und veröffentlichen diese auf der Projektwebsite. Das was die jungen Menschen herausgefunden haben und was für sie wichtig ist, wird dann ortsbasiert auf dem Hamburger Stadtplan angezeigt. Nun kann die nächste Klasse den Stadtplan weiter mit Leben befüllen.